Benediktinerstift St. Paul

Stift_Sankt_Paul_im_Lavanttal_Nordwest

Kontakt

Benediktinerstift St. Paul
Hauptstraße 1, 9470 St. Paul
Tel.: 04357 / 20 19 DW 10/DW 22
Fax.: 04357 / 20 19 38
Mail: ausstellung@stift-stpaul.at
www.stift-stpaul.at 

Aktuelles

"Zur Hölle mit dem Himmel?"
Die Geschichte der Seuchen zwischen Bangen und Hoffen

1. Mai bis 26. Oktober 2022
Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Eröffnung Winterausstellung "Engel - Himmlische Boten": 25. November 2022
Geöffnet an den weiteren Adventwochenenden, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr

Änderungen vorbehalten! Es gelten die geltenden COVID-19-Bestimmungen.

weitere Infos

Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St. Paul

Das im Jahr 1091 gegründete Stift ist heute das einzige aktiv bestehende Benediktinerkloster Kärntens, in welchem die dort lebende Mönchsgemeinschaft versucht dem Grundauftrag ihres Ordensgründers St. Benedikt gerecht zu werden: Gott zu suchen und ihn durch ihr gemeinsames Gebet, ihre Arbeit und in der Begegnung mit ihren Mitmenschen zu verherrlichen.

Das Stiftsmuseum bietet die Möglichkeit, einen Streifzug durch die Jahrhunderte zu machen und bei einer Führung Einblicke in das Klosterleben der Menschen damals wie heute zu gewinnen. In den historischen Kellergewölben und Räumlichkeiten der ehemaligen Prälatur, machen die Bibliothek und zahlreiche Objekte aus der Kunstsammlung das benediktinische Motto ora et labora et lege anschaulich: bete, arbeite und lies.

Sonderausstellung 2022:

"Zur Hölle mit dem Himmel?" -
Die Geschichte der Seuchen zwischen Bangen und Hoffen
Die Geschichte der Menschheit kennt zahlreiche Zeiten von Seuchen und Krankheiten, die ganze Landstriche leerfegten. Sie kennt aber auch das stete Ringen um Heilung und die Erkenntnisse der Naturkunde und Medizin. Kriege, Hungersnöte und Naturkatastrophen gelten als Nährboden heimtückischer Krankheiten, die als Pandemien den gesamten Planten heimsuchten und kaum ein Land verschont ließen. Großes Elend prägte Generationen und führte zu drückender Angst unter den Menschen.

Paracelsus, der Schüler an der nahe gelegenen Domschule zu St. Andrä gewesen ist, gewann durchbrechende Erkenntnisse im Bekämpfen der Pest und gilt als einer der großen Pioniere medizinischer Forschung in Europa. Später folgten bedeutende Ärzte wie Robert Koch, Alexander Flemming oder Emil von Behring. Sie alle widmeten sich mit Hingabe dem Kampf gegen die großen Epidemien. Die Angst vor den Seuchen führte vor allem im Mittelalter zu gewaltigen Pilgerbewegungen, die teilweise bis heute lebendig sind. Wo die Medizin an ihre Grenzen stieß, wurde der Ruf nach Gott laut. Heiligen wurde Heilkraft zugesprochen und bedeutende Gnadenorte zogen Millionen von Wallfahrern an. Das stockende Blut des Januarius, so glaubte man, kündigte Unheil für die Stadt Neapel an und die Heilige Corona wurde als Helferin bei Pandemien angerufen. Gegenwärtig plagt die Erde COVID-19. Die Geschichte zeigt aber, dass nach dem Abklingen der Seuche das Leben wieder hochgehalten wurde und alle zur Erkenntnis kamen: Das Leben ist ein Fest!

Ein spannender Streifzug durch die Geschichte der Seuchen zeigt, dass trotz aller mit ihnen verbundener Schwere diese zum Leben gehören und ein steter Begleiter des Menschen sind, dass sich die Menschheit aber niemals durch sie unterkriegen ließ, sondern immer wieder zu neuer Lebensfreude erwachte.

Winterausstellung 2022:

"Engel - Himmlische Boten"

Die Faszination des Unfassbaren zieht Menschen in ihren Bann. Dazu zählen auch Engel, himmlische Wesen, die uns von Kindheit an begleiten. Der Schutzengel, der vielzitiert, im immer gefährlicher werdenden Alltag das Gefühl von Sicherheit zu geben vermag, ist dabei genauso gegenwärtig wie der Verkündigungsengel, der das berühmte „Ave Maria“ gesprochen hat, das in der Musik 1000fach besungen wird.

Von gelben Engeln spricht man im Straßenverkehr ebenso, wie von Engeln der Armen, die sich in den Slums dieser Welt um jene Menschen kümmern, gegen die sich das Glück offenbar verschworen hat. Engel stehen synonym für das Gute, das unserer Welt ein wenig abhanden gekommen scheint. Es wiederzufinden mag die Intention der erstmaligen Winterausstellung im Museum des Stiftes St. Paul sein, die uns unter dem Titel „Engel – Himmlische Boten“ durch die Vorweihnachtszeit begleiten wird. Und vielleicht ist die Ausstellung auch ein Weg, das Gute, ja das Sinnstiftende im Leben, wiederzufinden. „,Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind!‘, so verkündeten die Engel über dem Stall von Bethlehem, und sind nicht stumm geworden im Kriegslärm unserer Zeit. Diese braucht Engel mehr denn je – Geistwesen und solche, die beseelt sich für andere einsetzen, um die Erde ein wenig lebenswerter zu gestalten“, sagt P. Dr. Gerfried Sitar, Direktor des Museums im Stift St. Paul, der die Ausstellung kuratiert.

In den beheizten Kellergewölben des Museums mit seiner imposanten Bibliothek, die über 70.000 Bücher beherbergt, begegnen die Besucherinnen und Besucher Engelswesen aus unterschiedlichen Epochen der Kunst- und Kulturgeschichte. Gemälde, Skulpturen, Bücher, Grafiken und handgefertigte Krippen werden so zu Medien des himmlisches Kosmos mit all seinen Boten.

Die Ausstellung wird im Zuge des Kloster-Adventmarktes am 25. November 2022 eröffnet. Weitere Öffnungszeiten: An den Adventwochenende samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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